• Arealentwicklung St.Fiden: Deckelungen von Autobahn und Geleisen für Arbeiten und Wohnen

Arealentwicklung St.Fiden: Deckelungen von Autobahn und Geleisen für Arbeiten und Wohnen

29.09.2017    

Pressemitteilung vom 29. September 2017

In den kommenden Monaten wird der Stadtrat von St.Gallen seine Pläne zur künftigen Entwicklung des Gebiets rund um den Bahnhof St.Fiden bekannt geben. Die Vertreter der Wirtschaft setzen sich in ihrem Mitbericht zur Testplanung St.Fiden für die Schaffung einer starken Querachse über den Geleisen mit Überbauungen für Arbeit und Wohnen, den Aufbau eines Hightech-Clusters im Gebiet Steinachstrasse/Wiedacker sowie die konsequente Verzahnung von Bahnhof und Autobahnanschluss St.Fiden zu einer neuen Mobilitätsdrehscheibe ein. Damit soll vor allem für die Quartiere St.Fiden und Heiligkreuz eine Verbesserung der Wohnsituation erreicht werden.

Mit dem Landkauf des ehemaligen Bahnareals St.Fiden konnte die Stadt St.Gallen Ende 2012 von den SBB ein für die Stadtentwicklung bedeutendes Grundstück erwerben. Dazu kommt das städtische Areal «Fellhof», welches bis 2015 dem Gartenbauamt als Werkhof diente. Auch die SBB und die Migros Ostschweiz haben Entwicklungspläne. Das baulich und strukturell überholte Einkaufszentrum «Migros Bach» direkt beim Bahnhof St.Fiden soll neu gebaut werden. In den vergangenen Monaten wurde über dem Gebiet eine Testplanung durchgeführt, in der sich Vertreter der Wirtschaft aktiv eingebracht haben.

Überdachungen von Autobahn und Geleisen zur Schaffung einer Mobilitätsdrehscheibe
Die Überdachung von Autobahn und Bereichen der Gleisanlagen zur Gewinnung von neuen Nutzflächen für Arbeiten wie Wohnen sind seitens der Wirtschaft zentrale Forderungen bei der zukünftigen Entwicklung des Gebiets. Dreh- und Angelpunkt ist dabei eine Aufwertung des Bahnhofs St.Fiden. Einer starken Querachse zwischen nördlicher und südlicher Bebauung des Bahnhofs St.Fiden mit einer Integration der Pläne von SBB und Migros muss bei den anstehenden Planungen unbedingt Rechnung getragen werden. Höhen und Nutzflächen in den darüber liegenden Gebäuden sichern eine ausreichende Wertschöpfung, damit die kostspieligen Deckelungen auch ökonomisch tragbar bleiben. Machbarkeitsstudien belegen denn auch, dass die Überbauung der Autobahn und der Gleisanlagen etappiert und so auf die wirtschaftliche Entwicklung von St.Gallen ausgerichtet werden kann. Zudem können der Autobahnanschluss und der Bahnhof St.Fiden zu einer Mobilitätsdrehscheibe für die Ostschweiz aufgewertet werden.

Verbesserung der Wohnsituation für St.Fiden und Heiligkreuz
Durch die Dämmung des Bahn- und Strassenlärms mit entsprechenden Deckelungen werden die beiden Wohnquartiere St.Fiden und Heiligkreuz deutlich aufgewertet. Möglichkeiten zur Schaffung von entsprechenden Frei- und Grünräumen können die Wohnqualität in diesen Quartieren zusätzlich steigern. Eine enge Zusammenarbeit mit den Quartieren und der damit verbundene Dialog sind für die weiteren Arbeiten aus Sicht der Wirtschaft unerlässlich.

Hightech-Cluster Steinachstrasse
Nur ein mutiges Konzept wird einen neuen Stadtteil beim Bahnhof St.Fiden ermöglichen. Dieses soll für ansässige Unternehmen und Bewohner Lebensraum schaffen wie auch auswärtige Investoren anziehen. Die St.Galler Wirtschaft setzt sich deshalb dafür ein, dass rund um den Bahnhof St.Fiden mit seinen erheblichen Entwicklungsflächen Raum geschaffen wird für hochwertige Arbeitsplätze (insbesondere ICT) sowie für die Ansiedlung von Hightechbetrieben im Bereich Medizinaltechnik. Mit dem erweiterten Tagungs- und Kongressstandort OLMA Messen sowie dem Kantonsspital St.Gallen als Wissenstransfer-Partner sind hierfür in unmittelbarer Nähe zur Steinachstrasse bereits beste Standortvoraussetzungen gegeben.